Was bedeutet „Libor“?
Libor steht für „London Interbank Offered Rate“. Dabei handelt es sich um einen zwischen Geschäftsbanken ausgehandelten Zinssatz, zu welchem sich die Banken gegenseitig Geld ausleihen. Aufgrund von Manipulationen in der Vergangenheit wird der Libor in einigen Jahren (aktueller Stand voraussichtlich Ende 2021) durch den Saron ersetzt werden. Kurzfristige Hypotheken orientieren sich häufig am Libor als Referenzzinssatz.

Für was steht „Saron“?
Der „Saron“ wird gemäss aktuellem Stand den „Libor“ voraussichtlich Ende 2021 als Referenzzinssatz für kurzfristige Ausleihungen ersetzen. Derzeit bestehen für den „Saron“ verschiedene Berechnungsvarianten. Allerdings konnten sich Geschäftsbanken und Nationalbank in ihren Gremien noch nicht auf eine Variante einigen. Im Zusammenhang mit Finanzierungs- und Absicherungsgeschäften ist es deshalb ratsam, dass die entsprechenden Verträge einen Passus zum gleichzeitigen Ersatz des Libor mit dem Saron (sowohl in der Finanzierung als auch in der Absicherung) beinhalten.

Was ist ein Swap?
Swap ist Englisch und bedeutet Tausch. Swaps gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Bei einem Interest-Rate-Swap werden zwei Zins-Zahlungsströme getauscht. Zum Beispiel können zwei Vertragspartner in einem Swapgeschäft vereinbaren, dass sie gegenseitig fixe gegen variable Zinszahlungen tauschen. Hierdurch wird es möglich, Zinsrisiken auszuschalten. Bei einem FX-Swap werden demgegenüber Devisen-Nominalbeträge getauscht entweder zum aktuellen Kurs (FX-Spot-Kurs) oder zu einem Forward-Kurs (heutige Fixierung für Termin in der Zukunft). Bei einem Cross-Currency-Swap werden neben dem Austausch der Devisen-Nominalbeträge am Ende der Laufzeit auch die Zinsen während der Laufzeit getauscht.

Was ist mit Floor / Untergrenze gemeint?
Die Banken refinanzieren sich im kurzfristigen Bereich aktuell zum Libor. Seit Aufhebung der Untergrenze des EUR/CHF-Wechselkurses der Schweizerischen Nationalbank (SNB) notiert der Libor für z.B. 3 Monate stark im negativen Bereich. Vereinbart der Kreditnehmer bei seiner Bank einen Kredit bezahlt er den Libor + eine kundenspezifische Kreditmarge. Die Bank aber gibt den negativen Libor nicht weiter; der Startpunkt für die Finanzierung ist Null. Dies ist der sogenannte Floor bzw. Untergrenze. Der Kunde bezahlt damit den Betrag vom negativen Libor bis Null zusätzlich an die Bank. Wir von Corefinanz beraten Sie gerne darin, diesen Floor abzuschneiden. Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Termin mit uns!

Wissenswertes zum Devisenmarkt
Der Devisenmarkt ist mit Abstand der grösste Teil des Finanzmarktes. Die wichtigsten Leitwährungen der Welt werden fast rund um die Uhr gehandelt. Handelt jemand einen ausländischen Bond oder Aktie, löst das zusätzlich immer auch eine Devisenmarkttransaktion aus.

Wie funktioniert eine synthetische Fest-Hypothek?
Die synthetische Fest-Hypothek ist eine Kombination aus einer Libor-Hypothek und einem Payer-Swap. Der Payer-Swap schaltet das Zinsänderungsrisko der Libor-Hypothek aus, indem fixe Zahlungen im Swap geleistet werden und gleichzeitig die variablen Zahlungen im Libor erhalten werden, welche den Libor-Zinsen der Libor-Hypothek entsprechen.

Was versteht man unter einer synthetischen Libor-Hypothek?
Es ist der umgekehrte Vorgang der synthetischen Fest-Hypothek, d.h. die Kombination aus einer Festhypothek mit einem Receiver-Swap. Der Receiver-Swap schaltet das Zinsänderungsrisiko ein, indem fixe Zahlungen im Swap erhalten werden und gleichzeitig die variablen Zahlungen (Libor) geleistet werden müssen.