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Jordan überraschend mit SNB-Leitzins von 1.50 Prozent

An der heutigen geldpolitischen Lagebeurteilung vom 21. März 2024 senkt die Schweizerische Nationalbank erstmals den Leitzins von 1.75% auf 1.50%. In der westlichen Welt ist die SNB somit die erste Nationalbank, die die Leitzinsen senkt. Noch vor der FED oder der EZB.

Im Vergleich zum Ausland steht die Schweiz bei der Inflation deutlich besser da. Im Februar lag die Inflation bei noch 1.20%. Dies erlaubt der SNB, die Zinsen entsprechend zu senken.

Abbildung 1: Inflationsentwicklung (Quelle: tradingeconomics.com)

Der Schritt von der SNB kommt unerwartet, aber Thomas Jordan ist bekannt dafür, den Markt zu überraschen. Er hob bereits den Euro-Mindestkurs auf, führte Negativzinsen ein und erhöhte die Zinsen energisch, als die Inflation in der Schweiz anstieg. Die Inflation im Vergleich zum Ausland (Eurozone 2.6%) & (USA 3.2%) war in der Vergangenheit deutlich tiefer, wie die obenstehende Grafik zeigt. In der Spitze lag die Inflation in der Schweiz zwischen 5% bis 7% tiefer als in den beiden anderen Währungsräumen.

In ihrer aktuellen Inflationsprognose vom März 2024 geht die SNB davon aus, dass sie die Inflation mit einem Leitzins von 1.5% längerfristig zwischen 1.0% und 1.5% halten kann. Die Inflationsprognose liegt damit nochmals deutlich tiefer als in der Lagebeurteilung vom Dezember.

Abbildung 2: Inflationsprognose SNB, März 2024

Die amerikanische Notenbank FED hat gestern drei Zinssenkungen in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Auch die EZB stellt Zinssenkungen in Aussicht, möglicherweise ab Juni.
Der heutige Entscheid ist eine Erleichterung für die Schweizer Export- und Immobilienwirtschaft. Der starke Franken sowie die gestiegenen Finanzierungskosten belasten die Jahresabschlüsse 2023. Entsprechend verschafft die SNB der Wirtschaft etwas Luft. Der Euro und der Dollar reagierten bereits in den ersten Minuten nach dem SNB-Entscheid mit Kursgewinnen.

Für die Fremdfinanzierung sind wir nach wie vor davon überzeugt, dass das Ausarbeiten einer langfristigen Finanzierungsstrategie im Vordergrund steht. Eine Herleitung der Strategie mit verschiedenen Szenarien erachten wir als unabdingbar. Wer sich Zinsschwankungen leisten kann, kann einen überwiegenden Teil der Fremdfinanzierung in Geldmarkthypotheken (SARON) belassen.

Corefinanz berät Sie gerne auch zukünftig bei Ihren Projekten. Es bleibt spannend, denn dieses Jahr stehen die Wahlen in den USA an und in der Schweiz tritt der langjährige SNB-Präsident Thomas Jordan im Herbst ab. Wie viele Geschenke er uns noch hinterlassen wird, werden wir in der nächsten Lagebeurteilung am 20. Juni 2024 erfahren. Wir bleiben für Sie am Markt.

Das Corefinanz-Team handelt unabhängig von Kapitalgebern. Unser einziges Ziel ist es, dass Sie fundierte und überlegte Entscheidungen treffen können – sei es im kurzfristigen Geldmarkt oder bei langfristigen Festhypotheken. 
Dafür bieten wir die nötige Marktperspektive, die passenden Werkzeuge und sprechen Klartext. Gerne bieten wir Ihnen eine Analyse der bestehenden Finanzierung oder Ihrer Projekte an, um die Effekte der schwankenden Zinsen auf Ihre Liquidität zu prüfen. Hinterlassen Sie uns Ihre Daten im nachfolgenden Formular, dass wir Sie für einen unverbindlichen Austausch kontaktieren können.:

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Andreas Weber

CEO & Partner von Corefinanz AG

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